Traumdeutung
Sind unsere Träume nur Schäume, wie der Volksmund behauptet? Oder können wir das, was wir im Schlaf erleben, mit unserer alltäglichen Wirklichkeit in Zusammenhang bringen?
Wir alle träume. Viele Menschen behaupten zwar, sie träumen nie oder nur selten, doch ihnen gelingt es lediglich nicht, ihre Träume festzuhalten, sich im Wachzustand noch an sie zu errinnern. Die Wissenschaft hingegen hat längst festgestellt, daß unsere Seele auf Reisen geht, wenn wir schlafen., Vielen aber zerrinnt das, was in dieser Phase geschieht, im Moment des Aufwachens sozusagen zwischen den Fingern - wie Schaum eben. Man sieht ihn aber wenn man ihn anfassen und untersuchen will, ist er verschwunden.
Dabei ist es gar nicht so schwierig zu untersuchen, was unsere Träume mit uns zu tun haben: mit unserer Persönlichkeit, unserer Gegenwart und Vergangenheit, mit den Dingen und Personen, die uns im Wachzustand umgeben und beschäftigen.
Mit der Traumdeutung befaßt sich die MEnschheit seit Jahrtausenden. Bis zu den frühen orientalischen Kulturen der Assyrer und Babylonier läßt sich das Bemühen der Menschen zurückverfolgen, ihre Traumbilder zu interpretieren. Und wie viele Träume mitsamt ihren Deutungen erzählen und nicht schon die Bibe! Die Griechen und die Römer befaten sich ebenso mit Traumsysmbolen wie die Menschen des europäischen Mittelalters. In der Neuzeit sind es vor allem zwei Persönlichkeiten: Sigmund Freud mit seiner Theorie des Unbewußten und C.G.Jung, der genauso wie Freud davon überzeugt war, daß sich Träume als Botschaften der Seele entschlüssel lassen.
Wir nehmen ununterbrochen Reize auf, viele davon unbewußt. Was man uns sagt, wie man um uns herum handelt, was wir sehen, hören, empfinden, weitergeben - all das ist ein ununterbrochendener Austausch von Informationen mit unserer Umwelt. Unser Gehirn speichert diese Informationen, doch längst nicht alle werden ins Bewußtsein abgerufen, sondern nur diejenigen, die wir augenscheinlich "brauchen", um unser Leben zu gestalten.
Um es noch einmal klar auszudrücken: Wir wissen eigentlich viel mehr, als wir für möglich halten. Und ein Teil dieses Wissens wird im Traum aktiviert und aufgearbeitet bzw verarbeitet. Dieses geschieht im Traum ebenfalls auf einer unterbewußten Ebene und gelangt letztlich durch die bewußte Auseinandersetzung mit den Träumen ins Bewußtsein, der Traumdeutung.
Wenn sie einen Traum analysieren wollen, fragen Sie sich zunächst, was Sie daran am meisten beeindruckt/bewegt hat. War es der Ort der HAndlung? Oder eine bestimmte Person, die darin vorkam? Oder war es eher die allgemeine Stimmung des Traumes?
Versuchen Sie dann, die wesentlichen Elemente Ihres Traumes mit Ihrem realen Leben in Zusammenhang zu bringen - sei es mit Ihrer Gegenwart oder mit Ihrer Vetrgangenheit, aber auch Zukunftswünsche oder zukünftige Bedürfnisse können sich im Traum zeigen.
Natürlich wird dies längst nicht immer möglich sein. Manche Dinge, von denen Sie träumen, haben in Ihrem wirklichenleben noch nie eine Rolle gespielt.
Dienstag, 16. Dezember 2008
Traumdeutung Einführung
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Das GEheimnis der Träume
Unsere Vorfahren glaubten, dass sich ihnen im Schlaf die Zukunft offenbare. Doch erst als
Wissenschaftler die Seele zu erforschen begannen, entdeckten sie, dass Träume ein Fenster
zum Unbewussten sind.
Tagelang schon hatte er gegrübelt. Die Atome des Benzols wollten und wollten sich nicht
zu einer Struktur fügen, die seine vielen Eigenschaften erklärt hätte. Wie nur waren die
kleinsten Teilchen im Benzol-Molekül angeordnet? Über dieser Frage nickte der große
Chemiker Friedrich August Kekulé (1829–1896) eines Abends vor dem Kamin ein. Das
Feuer knisterte, und irgendwann träumte er, wie die Atome Insekten gleich um ihn
herumtanzten. »Sie gaukelten vor meinen Augen«, erzählte Kekulé später. »Lange Reihen,
vielfach dichter zusammengefügt; alles in Bewegung; schlangenartig sich windend und
drehend. Und siehe, was war das?
Eine der Schlangen erfasste den eigenen Schwanz, und höhnisch wirbelte das Gebilde vor
meinen Augen. Wie durch einen Blitzstrahl erwachte ich und verbrachte den Rest der
Nacht, um die Konsequenzen der Hypothese auszuarbeiten.« Eine Schlange hatte sich in den
Schwanz gebissen – und einen Ring geformt! Blitzartig erkannte Kekulé: Das war die
Lösung: Die Atome des Benzols sind ringförmig angeordnet! Kekulé hatte seinen Traum
richtig gedeutet und die Struktur des Benzol-Moleküls gefunden – vielleicht mit Hilfe eines
Traumsymbols. Denn sicher kannte der Chemiker die mittelalterliche Alchemie. Nicht
verwunderlich wäre also, wenn sich in seinen Traum ein magisches Zeichen eingeschlichen
hätte: Ouroboros, die Schlange, die sich in den Schwanz beißt – als Ring ohne Anfang und
Ende eine beliebte Allegorie für die sich wandelnde Materie.
Man schrieb das Jahr 1865. Die Wissenschaft strebte zu neuen Ufern. Traumforschung und
Traumdeutung waren nicht sonderlich gefragt, Aufklärung und Skeptizismus hatten das
gelehrte Interesse am Traum fast versiegen lassen. Für die Wissenschaftsauffassung des 19.
Jahrhunderts galt Traumdeutung als Relikt des Volksglaubens. Jahrhundertelang hatte die
Vorstellung, Träume erklären zu können, allein in Traumbüchern überlebt. Die
wissenschaftliche »Traumdeutung« des Wiener Psychiaters Sigmund Freud sollte erst 35
Jahre später erscheinen. Träume jedoch haben die Menschen wohl beschäftigt, seit sie sich
ihrer bewusst wurden. »Sie waren ja etwas Unverständliches, oft Bedrohliches«, erklärt der
Psychologe Adrian Gärtner aus Oberursel. »Angst, Krankheit, Tod, Hass, aber auch Liebe,
Sexualität und Wünsche spiegelten sich in Träumen wider und beunruhigten die Menschen.«
Und, so Gärtner, unsere Urahnen fragten irgendwann: »Wo kommen diese mons-trösen oder
bezaubernden Bilder her? Und sicher schloss sich bald die zweite Frage an: Was bedeuten
diese Erinnerungen aus den Tiefen des Schlafs? Wie kann man sie erklären?« Die
Menschen der Vorzeit haben keine Zeugnisse hinterlassen. Erst in der Bibel werden Träume
und Traumdeutungen beschrieben, überwiegend im Alten Testament. Bekanntester
biblischer Traumdeuter ist Joseph, der Lieblingssohn Jakobs. Als er seinen Brüdern Träume
erzählt, worin diese sich vor ihm verneigen, werden sie eifersüchtig und verkaufen ihn für
zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter, die ihn nach Ägypten bringen (1. Mose). Potifar, der
Kämmerer des Pharaos, handelt ihnen den hebräischen Jüngling ab und macht ihn zu
seinem Verwalter.
Wegen einer falschen Beschuldigung kommt Joseph ins Gefängnis, wo ihn zwei
Mithäftlinge, der oberste Bäcker und der Mundschenk des Pharaos, um die Deutung ihrer
Träume bitten. Mit dem Ergebnis ist zumindest der Mundschenk sehr zufrieden. Der Bäcker
weniger: Ihm prophezeit Joseph den Tod am Galgen. Beides geht in Erfüllung: Der
Mundschenk kommt frei, der Bäcker wird gehängt. Zwei Jahre später beschäftigen den
Pharao zwei Träume, die niemand deuten kann. Sein Mundschenk erinnert sich an Joseph,
der Pharao lässt ihn aus dem Gefängnis holen und erzählt ihm seinen Traum von den sieben
mageren Kühen, die sieben andere, schöne fette Kühe aufgefressen hätten. Und in einem
zweiten Traum hätten sieben dürre Ähren sieben dicke Ähren verschlungen. »Die sieben
schönen Kühe«, erklärt Joseph, »sind sieben Jahre und die sieben guten Ähren sind
dieselben sieben Jahre. Sieben reiche Jahre werden kommen in ganz Ägyptenland. Und nach
ihnen werden sieben Jahre des Hungers kommen.« Tatsächlich folgen sieben gute und
sieben schlechte Ernten. Auf Josephs Rat legen die Ägypter in den reichen Jahren genügend
Vorräte an – und überstehen die Hungersnot. Der Hebräer gelangt in Ägypten zu großem
Wohlstand und Ansehen: Der Pharao, dessen Name in der Bibel nicht erwähnt wird, erhebt
ihn zu seinem Stellvertreter. Offenbar hat es also unter seiner Herrschaft (wohl in der
13./14. Dynastie, 1794–1645 v. Chr.) bereits »Wahrsager und Weise« gegeben, die sich
ebenfalls mit der Deutung von Träumen befassten. Hinweise auf Träume und
Traumdeutungen in Ägypten finden sich auf dem Fragment einer Papyrusrolle aus der 12.
Dynastie (1976–1794 v. Chr.). Dieser so genannte Papyrus Chester Beatty, benannt nach
seinem früheren Besitzer, wurde in Deir el-Medineh gefunden. Die »guten« Träume sind
darauf mit schwarzer, die »schlechten« mit roter Farbe verzeichnet. Träume sind für die
Ägypter Weisungen der Götter, die mehr sehen als der Mensch. Auch den Priestern vertraut
man seine Träume an. Ihre Traumauslegungen werden überall im Land respektiert. Als
erstes vollständig erhaltenes Werk gilt ein assyrisches Traumbuch. Es wurde in Ninive
ausgegraben und stammt aus der riesigen Tontafelbibliothek des Königs Assurbanipal (etwa
669–627 v. Chr.). Man nimmt jedoch an, dass die Chaldäer als Erste die Traumdeutung
ernsthaft betrieben haben. Ihr Stamm hatte im südwestlichen Babylonien mehrere kleine
Staaten gegründet. Der Name »Chaldäer« wurde bald auf alle Traumdeuter Babylons
übertragen. Auch in der Bibel (Buch Daniel) erscheint er im Bericht über einen Traum
König Nebukadnezars II. (605–562 v. Chr.). Träume sind göttlichen Ursprungs – diese
Überzeugung findet sich in allen Kulturen. Die Menschen glauben an die
wahrheitskündende Kraft der nächtlichen Botschaften. »Im Schlaf«, so der griechische
Schriftsteller Xenophon (430–355 v. Chr.), »bekundet die Seele eindeutig ihre göttliche
Natur. Im Schlaf wird ihr eine Art Einblick in die Zukunft gewährt, und das geschieht
offenbar, weil sie im Schlaf vollkommen frei ist.« »Denn auch der Traum stammt von Gott«,
verkündet Homer (um 750 v. Chr.) in seiner Ilias. Und in der Odyssee wird schon zwischen
zukunftsweisenden und trügerischen oder zumindest bedeutungslosen Träumen
unterschieden, die nur verwirren sollen. So seufzt Penelope, die Ehefrau des Odysseus:
»Träume wahrlich, oh Fremder, sind unbegreiflich und unklar. Und nicht alles, was sie
verkünden, geht in Erfüllung.« Sie beschreibt diese Erfahrung mit dem Bild zweier Pforten,
aus denen die Träume zu den Schlafenden treten, eine aus Horn, die andere aus Elfenbein:
»Die nun durch die Tür aus gesägtem Elfenbein kommen, die sind täuschender Trug mit
unerfüllbaren Worten. Die aber aus geglättetem Horn hervorgehen, bringen Wahres
zustande, wenn der Sterblichen einer sie wahrnimmt.«
Wie aber soll dieser entscheiden, ob ein Traum ihm eine glückliche Zukunft signalisieren
wollte oder ob er das Opfer eines Phantoms geworden ist? Stellen sich viele Träume nicht
wirr und absurd dar, voll unverständlicher Handlungen und Symbole? Da hilft nur der
professionelle Traumdeuter, der die Überbleibsel des Schlafes verlässlich analysieren und
auslegen kann. Der Bedarf an solchen Experten ist groß, besonders in Krisenzeiten. Und so
erfreut sich die Branche der Traumdeuter im ganzen Altertum größter Beliebtheit.
Allerdings, unter die »seriösen« Profis mischen sich oft auch Scharlatane, die auf
Marktplätzen und vor Tempeln, auf Volksfesten und bei Sport und Spiel ihre Dienste
anbieten. »Traumdeuter« kann sich schließlich jedermann nennen. Diese »Landstreicher und
Schwindler«, wie sie von der »vertrauenswürdigen« Konkurrenz beschimpft werden,
wandern in den Weiten Griechenlands und Kleinasiens herum und suchen gutgläubige
Kunden. Ihr Ansehen ist begrenzt, nicht jeder hat sein Auskommen. Der griechische
Geschichtsschreiber Plutarch (ca. 50–125 n. Chr.) berichtet zum Beispiel von einem Enkel
des berühmten athenischen Politikers Aris-teides (530–467 v. Chr.), der als völlig verarmter
Traumdeuter sein Leben fristete. Er saß tagaus, tagein am Iakchos-Tempel und ernährte sich
mit Hilfe eines Traumbüchleins mehr schlecht als recht.
Seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. finden die Heiligtümer des Gottes Asklepios großen
Anklang bei Kranken, besonders das in Epidauros. Während des »Tempelschlafs« im
geweihten Abaton hoffen die Besucher auf göttliche Hilfe und einen Rat zu ihrer Krankheit.
Asklepios (bei den Römern Aesculap) heilt im Traum, selbst Operationen führt er nachts
durch. Anderen Patienten verordnet der Gott im Traum bestimmte Arzneien oder erlegt
ihnen Heilkuren auf. In den meisten Fällen sind die Träume unverschlüsselt und klar zu
verstehen; sie bedürfen keiner »professionellen« Deutung. Traumbücher und Traumtafeln
gab es Plutarch zufolge schon im 5. Jahrhundert v. Chr. Nach ihnen konnte man
Prophezeiungen aus den Träumen einfach ablesen oder aus Bildern und Symbolen deuten.
Cicero (106–43 v. Chr.) dagegen, der scharfzüngige Römer, wettert gegen die Traumdeuter.
In seiner polemischen Schrift »De divinatione« (»Über die Weissagung«) fragt er spitz:
»Warum bedarf es des Umweges und solcher krummen Wege, dass man Traumdeuter in
Anspruch nehmen muss, anstatt dass der Gott uns, wollte er wirklich für uns sorgen, direkt
sagte: ›Dies tu, dies tu nicht!‹ und uns diese Erscheinung lieber im Wachzustand als im
Schlaf vermittelte?«
Doch Cicero bleibt ein einsamer Rufer in der Wüste. Träume gelten auch im antiken Rom
als Quelle der Wahrheit. Wie alte Chroniken berichten, hatte jeder Bürger Roms die Pflicht,
dem Senat solche Träume vorzutragen, die irgendwie mit dem Schicksal des Staates in
Verbindung gebracht werden konnten. Später dann, in der Kaiserzeit, steht die
Traumdeutung in Rom unter keinem guten Stern: Sie wird oft als politisches
Machtinstrument missbraucht. So genannte Traumberater (comites somniorum) sind im
Dienst des Imperators unterwegs, um als Spitzel die Bürger beim Erzählen ihrer Träume zu
belauschen. Das Volk wollte und will jedoch auch weiterhin von seinen Traumdeutern
hören, was die Zukunft verspricht. Listige Zeitgenossen benutzen sogar bestimmte
»Tricks«, um Unheil verkündende Träume gleichsam unschädlich zu machen: »Solche
Träume«, berichtet der Psychologe Adrian Gärtner, »darf man entweder erst bei Sonnenlicht
erzählen, oder man führt ein Reinigungsritual durch, um ihre Wirkung zu stoppen. Und als
letztes ›Gegenmittel‹ bleibt noch der Gang zum Tempel, um den Göttern zu opfern.« Einer
der berühmtesten seiner Zunft ist Aristandros von Telmessos, der Traum- und
Vorzeichendeuter Alexanders des Großen (356–323 v. Chr.). Im Jahr 332 v. Chr. belagert
Alexander mit seinem Heer monatelang die mächtige phönizische Festung Tyros. Im Traum
erscheint ihm ein bocksbeiniger Satyr (griechisch satyros), der auf seinem Schild tanzt. Am
nächsten Morgen schildert der König diese Szene seinem Traumdeuter. Dieser findet nach
langem Nachdenken eine Erklärung: Man müsse den Namen des tanzenden Gesellen nur
richtig zergliedern, nämlich in »sa Tyros« – »dein Tyros«. Es heiße nichts anderes als »Dein
(wird) Tyros (sein)«! Das leuchtet Alexander ein. Er wertet den Traum als göttlichen
Fingerzeig, belagert Tyros weiter – und erobert die Festung. Neben ihrer eigenen Routine
standen den Traumdeutern der Antike natürlich zunächst die Erfahrungen vieler
Generationen von Vorgängern zur Verfügung. Sie fanden sich in Lehrbüchern, die meist
einen systematisch aufgebauten Fundus an Traummotiven bereithielten. Diese Bücher sind
bis auf eines dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen.
Nur das fünfbändige Oneirokritiká (Traumdeutung) des Artemidoros von Daldis (ca.
135–200 n. Chr.) ist erhalten geblieben. Darin ordnet er rund 1400 Traumerscheinungen
nach klaren Kategorien. Zum Beispiel: Geburt und Tod, Körper und Körperteile,
Geschlechtsverkehr, Kleidung, Nahrung, Freizeit, Götter und Götterverehrung – eine gute
Hilfe, um morgens rasch »fündig« zu werden. Artemidoros wendet sich an alle sozialen
Schichten, bietet jedem seine Interpretation. So bei Inzest-Träumen, von denen die
Menschen der Antike offenbar recht häufig heimgesucht werden. Artemidoros widmet dem
Thema ein ganzes Kapitel. Er meint, dass es »die verschiedenen Arten der Vereinigung und
Körperstellungen sind, die verschiedene Ausgänge (der Deutung) bewirken«. Zum Beispiel
kommt es darauf an, ob im Traum ein Verkehr mit der lebenden oder mit der toten Mutter
erfolgt, ob der Vater noch lebt oder auch verstorben ist, ob der Träumer Handwerker oder
Politiker, krank oder gesund ist, ob er in der Fremde lebt oder zu Hause. Zu den weiteren
Aspekten, die berücksichtigt werden müssen, zählen auch die Kontaktformen des
geträumten Verkehrs: Liegt die Mutter unten (das sei artgemäß) oder oben (das ist zügellos).
Oder wendet sie dem Träumer den Rücken zu, dann droht ihm die Abwendung aller
Landsleute oder die Aufgabe seines Handwerks. Ein übles Vorzeichen ist es, wenn man
stehend mit der Mutter verkehrt. Es bedeutet schwere Bedrängnis. Am schlimmsten ist
Fellatio. Sie führt zu allen nur denkbaren Verlusten: Tod der Kinder, Verlust von Hab und
Gut. »Ich kenne jemand«, warnt Artemidoros, »der nach diesem Traumgesicht sein
Geschlechtsglied verloren hat.« Der Grieche unterscheidet zwei Arten von Träumen: Solche,
die unverschlüsselt unmittelbar die Zukunft voraussagen, die keiner großen Auslegekunst
bedürfen, weil sie auch der Träumer versteht. Allegorische (bildhafte) Träume dagegen
verlangen geradezu nach Entschlüsselung. Wobei Artemidoros sich der Mehrdeutigkeit
vieler Symbole wohl bewusst ist. Dieses Werk gehört zu seiner Zeit sicher zur Pflichtlektüre
aller Traumdeuter. Es wird immer wieder abgeschrieben und in viele Sprachen übersetzt. Im
9. Jahrhundert n. Chr. erscheint die Oneirokritiká auch in Arabisch. Damals steht die
Traumdeutung bei den Arabern in voller Blüte. Sie lebt sowohl aus der griechischen als
auch aus der babylonisch-assyrischen Tradition. Aus vorislamischer Zeit kennt man
Wahrsager, »kahin«, die in Reimprosa Träume deuteten. Ihre Techniken werden auch in die
islamische Wahrsagekunst übernommen. Deren bedeutendster Vertreter ist der 728 n. Chr.
verstorbene Ibn Sirin. Unzählige Interpretationen werden ihm in den Mund gelegt, selbst
Geschichten, die nicht mehr zu seinen Lebzeiten spielen. Sein Name steht im Orient für
Traumdeutung schlechthin. Ein Traumbuch von ihm ist erhalten geblieben.
Nach traditioneller islamischer Ansicht wurde Adam die Kunde der Traumdeutung von
Gott selbst gegeben. Über Adams Sohn Seth und die Propheten erreichte sie Muhammad
(»der Gepriesene«, um 570–632 n. Chr.) und dann die vertrauenswürdigen Interpreten. Für
den Propheten spielten Träume eine wichtige Rolle. Jeden Morgen nach dem Gebet fragte
er seine Gefährten, wer von ihnen etwas geträumt habe. Dann legte er ihnen die Träume aus.
Muhammad empfing die Offenbarung übrigens am Tage. Daher gelten Träume, die man
tagsüber hat, in der Regel als wahr. Die zentrale Traumgeschichte im Koran (Sure 12)
gleicht dem biblischen Schicksal Josephs. Yusuf (Joseph) wird durch die Gnade des Herrn
zum Traumdeuter, der später auch die Träume seiner Mitgefangenen und des Pharaos richtig
deutet. Kein Wunder, dass sich die Muslime von Anfang an für Traumdeutung
interessierten. Wie verbreitet diese Kunst im Mittelalter war, verrät eine arabische Schrift
aus dem Jahr 1006 n. Chr. Sie berichtet von rund 11750 Autoren, die über Traum-deutung
geschrieben haben sollen.
Traumbücher gibt es auch in den zentralasiatischen Sprachen, sei es Usbekisch oder
Baschkirisch; selbst aus Hunza im Karakorum ist ein Traumbuch der dortigen Ismailis
erhalten. Sowohl der türkische Sultan Murad III. (1546–1595) als auch der südindische
Sultan Tipu von Mysore, der 1799 im Kampf gegen die Briten fiel, haben ein Traumbuch
hinterlassen. Einem Traum verdankt die christliche Kirche – der Legende zufolge – ihre
Anerkennung im Römischen Reich: In der Nacht zum 28. Oktober 312 n. Chr. mahnt eine
Stimme Kaiser Konstantin (280–337 n. Chr.), »das himmlische Zeichen Gottes auf den
Schilden seiner Soldaten anzubringen und so die Schlacht zu beginnen«, berichtet der
Kirchenhistoriker Eusebios von Caesarea. Konstantin befolgt die göttliche Weisung und
lässt ein Kreuz auf die Schilde seiner Legionäre malen. So gerüstet, greift das Heer zu den
Waffen – und besiegt an der Milvischen Brücke bei Rom die Armee von Konstantins
Schwager Maxentius. An die Stelle der griechischen oder römischen Götter als Urheber der
Träume tritt nun der christliche Gott, die Engel oder der Teufel. »Die Kunst der
Zukunftsdeutung«, sagt der Psychologe Adrian Gärtner, »wird aufgegeben zugunsten der
christlichen Heilslehre. Und der Inhalt von Träumen, die ja auch Heilige gehabt haben, wird
nun als Beweis für diese Heilslehre ausgelegt.« Andererseits fußt die Hexenverfolgung ab
dem Ende des 15. Jahrhunderts auch auf einseitig dämonisch ausgelegten Träumen von
gepeinigten Frauen. Hunderttausende von verbrannten und gefolterten »Hexen« sind die
Folge dieser christlichen »Traumdeutungen«. In einem Traktat des Heiligen Offiziums der
Inquisition von 1659 ist zu lesen: »Spricht jemand im Traum Ketzereien aus, so sollen die
Inquisitoren seine Lebensführung untersuchen, denn im Schlafe pflegt das
wiederzukommen, was untertags jemand beschäftigt hat.«
Das Werk des Artemidoros jedenfalls überlebt sämtliche Epochen. Noch zur Zeit der
Aufklärung schreiben die Verfasser von Traumbüchern von ihm ab. Ihre Werke erscheinen
meist unter fantastischen Titeln und sollen den Anschein großer Autorität und ehrwürdigen
Alters erwecken. Etwa »Der ächte ägyptische Traumdeuter« oder »Neues vollständiges und
größtes egyptisches Traumbuch, nach den besten Quellen bearbeitet von Nostradamus«.
Zedlers Lexikon, die umfangreichste Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts, schreibt diese
Bücher »den gemeinen Leuten« zu, die sich »das Oracul sagen und propheceyen lassen
wollen, was ihnen solcher gehabter Traum wohl bedeuten möchte«.
Hochkonjunktur an »Traumbüchern« herrscht auch im 20. Jahrhundert. Vom
»Arabisch-ägyptisch-chinesischen Traumbuch Arach« (1959) über das »Echte
Zigeuner-Traumbuch« von Arya Sumatry (Freiburg 1961) bis zum »Goldenen
ägyptisch-arabischen Traumbuch – nach alten Quellen und neuen Erkenntnissen« von Abu
Schirin (1999) beruhen alle auf »uralten Quellen und Erfahrungen«, wie die Verfasser
beteuern. Die Psychologen des 19. Jahrhunderts tun sich schwer mit der Erforschung von
Traumerscheinungen. Das Träumen ist, so der Philosoph Gustav Theodor Fechner
(1801–1887), »als ob die psychologische Tätigkeit aus dem Gehirne eines Vernünftigen in
das eines Narren übersiedelt«. Fechner vermutet, dass der »Schauplatz der Träume« ein
anderer ist als der des wachen Vorstellungslebens. Eine Vermutung, die Sigmund Freud
später aufgreift: Er verlegt die Traumarbeit in ein besonderes System des von ihm
konstruierten »seelischen Apparates«. Der Wiener Nervenarzt (1856–1939) begründet zu
Beginn des 20. Jahrhunderts die psychoanalytische Form der Traumentschlüsselung; im
Jahr 1900 erscheint sein Werk »Die Traumdeutung«. Träume sind für Freud der
»Königsweg« ins Unbewusste. »Jeder Traum«, meint er, »ist die (verkleidete) Erfüllung
eines (unterdrückten, verdrängten) Wunsches.« Er entdeckt, dass im Traum vor allem
sexuelle Wünsche aus dem Unbewussten gehoben werden. Doch diese Traumdeutung muss
man vor dem soziologisch-kulturellen Hintergrund des ausgehenden 19. Jahrhunderts
verstehen. Alles, was mit Sexualität, Erotik, Liebe und Gefühl zu tun hatte, wurde von der
herrschenden Scheinmoral in das Reich des Unbewussten verdrängt. Man schämte sich
zuzugeben, dass man Unterhosen trug. Natürlich spiegelte sich dieses »viktorianische
Zeitalter« in den Träumen. Schon dadurch unterschieden sie sich von den Träumen heutiger
Menschen.
Die Schüler und späteren Gegner Freuds, Alfred Adler in Wien und Carl Gustav Jung in
Zürich, entwickelten andere Wege der analytischen Psychologie und damit der
Traumdeutung. Zahlreiche Wissenschaftler haben danach die Psychoanalyse Freuds neu
interpretiert, verändert und »modernisiert«. Schließlich hieß es sogar: »Freud ist tot!« Doch
die Erkenntnisse der modernen Neurowissenschaften verschaffen Sigmund Freud eine späte
Genugtuung. Der Londoner Psychoanalytiker Mark Solms hat sie zum 100. Jahrestag der
Freudschen »Traumdeutung« so zusammengefasst: »Der derzeitige Forschungsstand gibt
uns allen Grund, Freuds radikale Hypothese ernst zu nehmen, nämlich dass Träume
motivierte Phänomene und ihre Triebkraft Wünsche sind. Auch eine weitere Annahme
Freuds findet unerwartete Bestätigung, nämlich, dass Träume eine Reaktion auf etwas
seien, das den Schlafzustand stört.« Und: »Die wesentlichen ... Schlussfolgerungen Freuds
hinsichtlich der Ursachen und der Funktion des Träumens sind alle mit dem heutigen
empirischen Forschungsstand der Neurowissenschaften zumindest vereinbar, ja sie werden
von dieser Seite her sogar indirekt bestätigt.«
Eines sollten traumgläubige Zeitgenossen allerdings bedenken: »Es ist nicht hilfreich«,
meint der Bonner Neurophysiologe Detlev Linke, »wie in der Antike aus Träumen die
Zukunft bestimmen zu wollen oder sich durch die Traumdeutung seelisch führen zu lassen
und unser ganzes Leben nach ihnen auszurichten.« Betrachten wir also die »Traumbücher«
der Gegenwart als (vielleicht) spannende Unterhaltung. Glaubwürdige Scheinwerfer in das
Dunkel der Zukunft sind sie nicht.
Mittwoch, 20. Februar 2008
Traumdeutung von Wach-Träumen
Das Traumdeuten Ihrer Wachträume
1. Finden Sie heraus, was hinter dem Wachtraum ist: Es gibt eine Verbindung zwischen Ihrem Wachtraum und Gefühlen, die Sie im echten Leben erfahren können. Versuchen Sie genau festzustellen, welcher Aspekt Ihres Lebens oder Situation, die vielleicht den Wachtraum auslösen kann. 2. Wie fühlen Sie sich in Ihrem Wachtraum? Ebenso in Ihren Nachtträumen sind die Gefühle, die Sie in Ihren Wachträumen erfahren, und Anzeige dessen, was Sie im echten Leben wirklich fühlen. 3. Passen Sie auf wiederkehrende Themen auf: Die Träumerei über dasselbe Ding ist wiederholt eine gute Anzeige, dass Sie sich befassen und der Situation gegenüberstehen müssen.
Wachtraum Traumdeutung
Wachtraum-Themen
, Worüber Sie träumen, sind dafür bezeichnend, was Sie wirklich fühlen können und Ihr unbewusstes Denken offenbaren. Unten sind einige allgemeine Themen: Katastrophe: Wenn Sie sich den größten anzunehmenden Unfall über eine Situation vorstellen, erfahren Sie einen Katastrophe-Wachtraum. Solche Wachträume widerspiegeln Ihre Sorgen und Ängste. Nächstes Mal fangen Sie an, über etwas schreckliches Ereignis zu träumen, stellen sich etwas Positives stattdessen vor. Schließlich werden Sie sich trainieren, dich so viel über beliebige Ängste nicht zu sorgen, die Sie fortsetzen sich vorzustellen. Flucht: Träumerei über die exotische Flucht/Abenteuer oder entfernten Länder, schlägt vor, dass Sie sich durchstochen in einer Furche fühlen können und das Bedürfnis fühlen, etwas anderes oder uncharakteristisch für sich selbst zu versuchen. Sie können sich auch überwältigt und total gestresst fühlen und nach einer Art Flucht oder einer Entspannung suchen. Ruhm: Wachträume über heroische Taten zeigen an, dass Sie nach Aufmerksamkeit und/oder Rücksicht suchen. Vielleicht fühlen Sie sich ignoriert oder kraftlos in Ihrem echten Leben. Dieser Wachtraum kann dienen, um Sie zu motivieren. Traumdeutung von Liebe: Gedanken am Verlieben oder verliebt zu sein, sind ein allgemeines Wachtraum-Thema. Es schlägt vor, dass Entdeckung der Liebe eine Ihrer unmittelbaren Absichten ist. Betrachten Sie Ihre Handlungen in Ihrem Wachtraum, wenn Sie Liebe finden. Wenn Sie Liebe suchen, um andere eifersüchtig zu machen, dann schlägt es vor, dass Sie auch nach einem Statussymbol suchen. Sie vielleicht sich sehnende Aufmerksamkeit. Rache: Wachträume dieser Natur können als ein sicherer Ausgang für Sie dienen, um Ihre Wut zu jemandem zu erleichtern. Diese Wachträume zu haben, kann regelmäßig eine starke Anzeige sein, dass Sie Ihren Gedanken folgen werden.
Klarträume / Klartraum Deutung
Klare Träume der klaren Träume geben uns die Fähigkeit, unsere eigenen Träume zu kontrollieren und sie zur Richtung zu steuern, die wir wollen. Im klaren Zustand sind wir bereiter, Drohungen und infolgedessen gegenüberzustehen, mehr selbst überzeugt zu werden. Wenn wir Klarheit erreichen, können wir es als ein Werkzeug verwenden, um unser Sportspiel zu verbessern, eine Rede zu proben, unsere Fantasien zu erfüllen, oder ein Problem in unserem wachen Leben zu beheben. Tatsächlich verwerten einige Athleten ihre klaren Träume, um ihren Tennisaufschlag, Golf-Schlag oder Fledermaus-Schwingen zu üben, diese Träume bedürfen wohl kaum einer genaueren Traumdeutung. Sogar in unserem täglich Leben können wir klare Träume verwenden, um den Chef für ein Erheben zu fragen, uns auf ein erstes Datum vorzubereiten, Phobien zu überwinden, über den Block des Schriftstellers usw hinwegzukommen. Die Anwendung von klaren Träumen wird nur auf Ihre Einbildungskraft beschränkt. Klare Träume können uns helfen, das Ereignis in unseren Meinungen uns zu vergegenwärtigen und proben, bevor es wirklich vorkommt. Weil die Gehirntätigkeit während des Traumzustands dasselbe als während eines echten Lebensereignisses ist, was Sie "lernen" oder "die Praxis" in Ihrem klaren Traumzustand als Ausbildung und Vorbereitung des echten Dings in der wachen Welt gesehen werden kann. Unsere Neuronal-Muster werden bereits bedingt. Mindestens Hälfte aller Erwachsenen hat mindestens einen klaren Traum in ihrer Lebenszeit gehabt. Viele haben habende klare Träume ohne sogar das Versuchen gemeldet. Häufig das Fliegen wird mit klaren Träumen vereinigt. Jedoch mit der Praxis, klar verträumt kann gelernt werden und kann an Ihrem Willen erreicht werden.
Klarträume / Klartraum
Klare Träume der klaren Träume geben uns die Fähigkeit, unsere eigenen Träume zu kontrollieren und sie zur Richtung zu steuern, die wir wollen. Im klaren Zustand sind wir bereiter, Drohungen und infolgedessen gegenüberzustehen, mehr selbst überzeugt zu werden. Wenn wir Klarheit erreichen, können wir es als ein Werkzeug verwenden, um unser Sportspiel zu verbessern, eine Rede zu proben, unsere Fantasien zu erfüllen, oder ein Problem in unserem wachen Leben zu beheben. Tatsächlich verwerten einige Athleten ihre klaren Träume, um ihren Tennisaufschlag,
Wach oder klar Traum / Traumdeutung
Wachtraum-Träumerei
wird häufig ignoriert und ein verwahrloster Aspekt der Traumstudie. Nicht viel Betonung scheint auf unseren Wachträumen gelegt zu werden. Sie werden häufig als flüchtige und wandernde Gedanken überblickt. Jedoch sind die Bedeutungen zu Ihren nächtlichen Traumsymbolen auch auf Ihre Wachträume anwendbar. Der Inhalt in unseren Wachträumen ist im Verstehen Ihrer wahren Gefühle und Hilfe in der Erfüllung Ihrer Absichten nützlich. Träumerei kommt vor, wenn Sie halbwach sind und es das spontane Vorstellen oder das Zurückrufen von verschiedenen Images oder die Erfahrungen in der Vergangenheit oder Zukunft ist. Sie mehr oder weniger, lassen Sie Ihre Einbildungskraft von Ihnen davonlaufen. Wenn Sie träumen, Ihr greifen auf Ihr richtiges Gehirn zu. Das richtige Gehirn ist die kreative und weibliche Seite Ihrer Persönlichkeit. Wachträume werden häufig als fröhlich in der Natur angesehen und sind nicht mehr als dumme Fantasien oder Wunschdenken. Wirklich kann das Sorgen von Dingen als eine Form der Träumerei klassifiziert werden. Wenn Sie sich sorgen, vergegenwärtigen Sie sich ein unerwünschtes oder negatives Ergebnis zu einer Situation. Indem Sie diese negativen Images in Ihrer Meinung wiederholen, werden Sie sie mit größerer Wahrscheinlichkeit geschehen lassen. Nächstes Mal fangen Sie an, sich zu sorgen, versuchen, an ein positives Ergebnis zu denken. Gerade als sich Ihre quälenden Wachträume über die Wiederholung in Ihrer Meinung unwissentlich erfüllen können, können Sie es als ein Werkzeug zu Ihrem Vorteil verwenden und positive Ereignisse geschehen lassen.Dafür ist aber die korekte Traumdeutung notwendig Sie können Wachträume als eine Technik verwerten, um sich zu vergegenwärtigen, was Sie wollen und hoffen zu geschehen. Es wird dass viele Athleten gesagt. Musiker und Geschäftsführer verwerten Wachträume, um sich Erfolg vorzustellen. Sie sehen voraus oder stellen sich vor, den vollkommenen Sprung zu landen, ein Geschäft schließend, oder machend, die einzeln schlagen. Tiger-Wälder, für einen, haben gesagt, Wachträume zu verwenden, um sein Golf-Spiel zu verbessern. Sie können auch Wachträume für etwas ebenso einfach verwerten wie studierend für und acing der folgende Test oder um diesen Job zu landen. Positive Träumerei ist gesund. Es dient als eine vorläufige Flucht aus den Anforderungen der Wirklichkeit. Das ist auch eine gute Weise, eingepfercht Frustrationen zu befreien, ohne sie physisch zu handeln. Alle zu häufig Ihnen sorgen sich über Ihren Job, Ihre Familie, Finanzen, eine Beziehung usw. Es ist eine Weise, die Welt zurückzulassen und darüber zu grübeln, was gewesen sein könnte oder gewesener should've. Es erleichtert Betonung, verbessert Einstellung, fördert Kreativität und die Meinung, den Körper, und den Geist erfrischen.
Heilende Träume, Heilung durch Traumdeutung
Traumdeutung heilt
Heilung von Träumen, die Träume Heilen, dient als Nachrichten für den Träumer in Rücksichten auf ihre Gesundheit. Viele Traumexperten glauben, dass Träume uns helfen können, potenzielle Gesundheitsprobleme zu vermeiden und uns helfen, zu heilen, wenn wir krank sind. Unsere Körper sind im Stande, zu uns durch unsere Träume zu kommunizieren, um uns "zu sagen", dass etwas mit unseren Körpern sogar nicht Recht hat, bevor irgendwelche physischen Symptome auftauchen. Träume dieser Natur können dem Träumer sagen, dass er/sie zum Zahnarzt oder Arzt gehen muss. Prophetische Träume der prophetischen Träume, auch gekennzeichnet als vorkognitive oder psychische Träume, sind Träume, die anscheinend die Zukunft voraussagen. Eine vernünftige Theorie, um dieses Phänomen zu erklären, ist, dass unsere verträumte Meinung zum Stück zusammen Bit der Information und Beobachtung fähig ist, dass wir normalerweise überblicken, oder dass wir nicht ernstlich betrachten. Mit anderen Worten weiß unsere unbewusste Meinung, was bevor wir bewusst Stück zusammen dieselbe Information kommt. Signaltraumsignalträume helfen Ihnen, wie man Probleme behebt oder Entscheidungen in Ihrem wachen Leben trifft. Epische Traumepos-Träume (auch bekannt als Große Träume oder Kosmische Träume) sind so riesig, zu zwingend, und so lebhaft, dass Sie sie nicht ignorieren können. Die Details solcher Träume bleiben mit Ihnen seit Jahren, als ob Ihr geträumtes es gestern Abend. Diese Träume besitzen viel Schönheit und enthalten viele archetypische symbology. Wenn Sie von solch einem Traum aufwachen, finden Sie, dass Sie etwas Tiefes oder Erstaunliches über sich selbst oder über die Welt entdeckt haben. Es ist zu einer Leben ändernden Erfahrung aufgelegt.
Wachtraum
Traumtatsachen und Wach-Traum-Studien
Wachtraum Studien zeigen, dass wir alle die Tendenz haben, ein Durchschnitt von 70-120 Minuten pro Tag zu träumen. Tag träumend wird als ein Niveau des Bewusstseins zwischen Schlaf und Wachen klassifiziert. Es kommt während unserer wachen Stunden vor, wenn wir unsere Einbildungskraft uns wegtragen lassen. Weil unsere Meinungen beginnen zu wandern und unser Niveau von Bewusstsein-Abnahmen, verlieren wir uns in unserem vorgestellten Drehbuch und Fantasie. Klicken Sie hier für mehr eingehend Blick auf Wachträume. Klare Träume Klare Träume kommen vor, wenn Sie Sie begreifen, träumen. "Warten Sie auf eine Sekunde. Das ist nur ein Traum!" Die meisten Träumer erwecken durch sich, sobald sie begreifen, dass sie nur träumen. Andere Träumer haben die Sachkenntnis kultiviert, im klaren Zustand verträumt zu bleiben. Sie werden ein aktiver Teilnehmer in ihren eigenen Träumen, Entscheidungen in ihren Träumen treffend und das Ergebnis des Traums ohne das Erwachen beeinflussend. Klicken Sie hier für mehr eingehend Blick auf klare Träume. Albträume Ein Albtraum ist ein störender Traum, der den Träumer veranlasst, durch das Fühlen besorgt und erschreckt zu erwecken. Albträume können eine Antwort auf das echte Lebenstrauma und die Situationen sein wird dser Traum richtig gedeutet. Ähnliche Albträume fallen unter einer speziellen Kategorie genannt der Posttraumatische Betonungsalbtraum (PSN). Albträume können auch vorkommen, weil wir ignoriert oder uns geweigert haben, eine besondere Lebenssituation zu akzeptieren. Forschung zeigt, dass die meisten Menschen, die regelmäßige Albträume haben, eine Familiengeschichte von psychiatrischen Problemen, schlechten Rauschgift-Erfahrungen, Leute gehabt haben, die über Selbstmord, und/oder felsige Beziehungen nachgedacht haben. Albträume sind eine Anzeige einer Angst, die anerkannt und gegenübergestanden werden muss. Es ist ein Weg für unser unterbewusstes, um sich zurechtzumachen, nimmt Notiz. "Schenken Sie Aufmerksamkeit!" Klicken Sie hier für mehr eingehend Blick auf Albträume. Wiederkehrende Träume, die Träume Wiederkehren, wiederholen sich mit wenig Schwankung in der Geschichte oder dem Thema. Diese Träume können positiv sein, aber meistenteils sind sie im Inhalt grauenhaft und eine Traumdeutung nicht immer einfach. Träume können wiederkehren, weil ein im Traum gezeichneter Konflikt ungelöst oder ignoriert bleibt. Sobald Sie es gefunden haben, wobei einen Traumdeutung sehr dienlich sein kann.
Wachtraum
Traumtatsachen und Wach-Traum-Studien
Wachtraum Studien zeigen, dass wir alle die Tendenz haben, ein Durchschnitt von 70-120 Minuten pro Tag zu träumen. Tag träumend wird als ein Niveau des Bewusstseins zwischen Schlaf und Wachen klassifiziert. Es kommt während unserer wachen Stunden vor, wenn wir unsere Einbildungskraft uns wegtragen lassen. Weil unsere Meinungen beginnen zu wandern und unser Niveau von Bewusstsein-Abnahmen, verlieren wir uns in unserem vorgestellten Drehbuch und Fantasie. Klicken Sie hier für mehr eingehend Blick auf Wachträume. Klare Träume Klare Träume kommen vor, wenn Sie Sie begreifen, träumen. "Warten Sie auf eine Sekunde. Das ist nur ein Traum!" Die meisten Träumer erwecken durch sich, sobald sie begreifen, dass sie nur träumen. Andere Träumer haben die Sachkenntnis kultiviert, im klaren Zustand verträumt zu bleiben. Sie werden ein aktiver Teilnehmer in ihren eigenen Träumen, Entscheidungen in ihren Träumen treffend und das Ergebnis des Traums ohne das Erwachen beeinflussend. Klicken Sie hier für mehr eingehend Blick auf klare Träume. Albträume Ein Albtraum ist ein störender Traum, der den Träumer veranlasst, durch das Fühlen besorgt und erschreckt zu erwecken. Albträume können eine Antwort auf das echte Lebenstrauma und die Situationen sein. Ähnliche Albträume fallen unter einer speziellen Kategorie genannt der Posttraumatische Betonungsalbtraum (PSN). Albträume können auch vorkommen, weil wir ignoriert oder uns geweigert haben, eine besondere Lebenssituation zu akzeptieren. Forschung zeigt, dass die meisten Menschen, die regelmäßige Albträume haben, eine Familiengeschichte von psychiatrischen Problemen, schlechten Rauschgift-Erfahrungen, Leute gehabt haben, die über Selbstmord, und/oder felsige Beziehungen nachgedacht haben. Albträume sind eine Anzeige einer Angst, die anerkannt und gegenübergestanden werden muss. Es ist ein Weg für unser unterbewusstes, um sich zurechtzumachen, nimmt Notiz. "Schenken Sie Aufmerksamkeit!" Klicken Sie hier für mehr eingehend Blick auf Albträume. Wiederkehrende Träume, die Träume Wiederkehren, wiederholen sich mit wenig Schwankung in der Geschichte oder dem Thema. Diese Träume können positiv sein und eine Traumdeutung ist nur bedingt möglich, aber meistenteils sind sie im Inhalt grauenhaft. Träume können wiederkehren, weil ein im Traum gezeichneter Konflikt ungelöst oder ignoriert bleibt. Sobald Sie es gefunden haben, wobei einen Traumdeutung sehr dienlich sein kann.
Traumwörterbuch
das die Fähigkeit Erwirbt, Ihre Träume zu interpretieren, ist ein starkes Werkzeug. Im Analysieren Ihrer Träume können Sie über Ihre tiefen Geheimnisse und verborgene Gefühle lernen. Keiner ist ein besserer Experte in der Interpretation Ihrer Träume als sich selbst. Um Sie mit Ihrer Interpretation zu führen, haben wir mehr als 4000 Schlüsselwörter und Symbole und mehr als 12000 verschiedene Bedeutungen in unserem jemals dehnbaren Traumwörterbuch/Traumdeutung interpretiert. Diese Bedeutungen sind keineswegs das Finale sagt darin, was IHR Traum bedeutet, aber Sie hoffentlich anregen wird, einen andeutenden Startpunkt zu erforschen und anzubieten, um Ihre eigenen Träume zu verstehen. Sie können beginnen, Ihre eigenen Mittel zu vereinigen und zu einem Verstehen Ihrer eigenen Träume zu führen. Jedes Detail ist Element der sogar des grössten Teiles der Minute in Ihrem Traum wichtig und muss betrachtet werden, Ihre Träume analysierend. Schauen Sie nah auf die Charaktere, Tiere, Gegenstände, Plätze, Gefühle, und färben Sie sich sogar und Zahlen, die in Ihren Träumen gezeichnet werden. Dieses Wörterbuch, zusammen mit Ihren eigenen persönlichen Erfahrungen, wird dienen, um Sie durch eine bedeutungsvolle und personifizierte Interpretation zu führen. Mit der Praxis können Sie ein Verstehen der verborgenen Geheimnisse gewinnen, die Ihre Träume versuchen, Ihnen zu erzählen.
allgemeine Träume
Allgemeine Traumdeutung
in dieser Abteilung stellen wir mehr eingehend Analyse zu einigen der allgemeinen Traumthemen zur Verfügung, die die meisten Menschen einmal in ihrem Leben haben können. Träume, dass Sie fallen, dass Sie in einem öffentlichen Platz nackt sind, oder Ihre Zähne zu verlieren, sind alle von sehr vielen Leuten geteilten Träume. Das, ist aber doch eine andere mysteriöse Seite von Träumen nicht nur faszinierend, wo Leute von verschiedenen Hintergründen, Erfahrungen, und verschiedener Alter zu ändern, diese allgemeinen Themen teilen können. Die menschliche Meinung ist in der Lage, zu erzeugen und eine Myriade von Images heraufzubeschwören, noch können wir noch solche ähnlichen Themen in unseren Träumen teilen. Das kann dienen, um uns zu erinnern, dass vielleicht wir alle nicht dass verschieden sind. Einige Psychologen haben behauptet, dass unser geteilter Traum Aufschlag erfährt, um uns als eine menschliche Rasse zu verbinden. Menschen teilen allgemeine Sorgen, Hoffnungen, Ängste, und Konflikt aber auch die Deutung ihrer Träume.
Traumdeutung information
Dei Traumdeutung und der Traum
Träume werden im Wörterbuch von Webster als eine "Folge von Sensationen(Gefühlen), Images, Gedanken definiert(festgelegt), usw. eine Schlafperson-Meinung(-Geist) durchführend" . Träume sind ein Thema der Studie(des Studiums) gewesen, die auf 4000 B.C zurückgeht. Man kann sagen, dass Träume ringsherum gewesen sind, so lange die erste Zivilisation kam, um zu sein, und gerade ein normaler Teil der menschlichen Existenz ist.
In unseren Träumen können wir irgendwo(überall) gehen, wir können irgendjemand sein, und wir können irgendetwas tun. Wenn wir träumen, sind wir Passagieren auf einem bewegenden Zug, unfähig ähnlich, unsere Handlungen(Aktionen) zu kontrollieren und zu wählen
Umgebungen(Umfelder). Wir lassen unsere Meinung(Geist) übernehmen. Manchmal können Träume in der Zusammenhang von unterdrückten Gedanken verstanden werden. Verträumte Aufschläge als ein Ausgang für jene Gedanken und Impulse unterdrücken wir während des Tages. Wenn wir nachts und Gleiten in unseren Traum zustand(-staat) schlafen gehen, fühlen wir uns befreit und benehmen uns und handeln gewissermaßen, dass wir uns in unserem wachen Leben nicht erlauben.
Visionen und Ideen können aus Ihren Träumen kommen. Autoren, Drehbuchautoren und Dichter wenden sich ihren Träumen für Geschichten(Stöcke) zu. Künstler und Musiker erforschen Träume für ihre Inspiration. Träume können uns helfen, Lösungen zu unseren täglichen Problemen zu finden und Dinge(Sachen) von einer verschiedenen(anderen) Perspektive sehen.
In dieser Abteilung werden Sie eine riesengroße(ausgedehnte) Reihe der Information über Träume, von seinen(ihren) frühen Anfängen, Typ von Träumen finden, wie man sich an Ihre Träume, Babys und Träume, und viel mehr erinnern wird. Hoffentlich werden Sie einige interessante Dinge(Sachen) über Träume lernen(erfahren).
Mittwoch, 26. Dezember 2007
Traumdeutung Von Freud zu Jung
Von Freud zu Jung
Sind wir nicht Bürger zweier Welten? - Leben nicht zwei
Wesenheiten in uns, sich bewegend auf grundverschiedenen
Erlebnis-Sphären? Beherrschen uns nicht zwei gesonderte
Bewußtseinszustände, die im Rhythmus von Schlaf und Wachen
ständig wechseln? –
Jede Nacht betreten wir das geheimnisvolle Reich des
Traumes, lassen uns von seinen Gaukelkünsten faszinieren,
beglücken, beunruhigen, quälen. Meist sind es nur kümmerliche
Fragmente, die wir herüberretten; mitunter ist es das dumpfe
Gefühl, irgend etwas habe sich ereignet, irgend etwas sei mit
uns vorgegangen. Oft fehlt auch dies. Verständlich, wenn
manche behaupten, noch nie im Leben geträumt zu haben.
Lange wurde der Traum als etwas Sinnloses, Wertloses
abgetan. Wer achtete schon seiner? Tat es jemand, so galt er für
rückständig, einfältig, abergläubisch. Wem aus der Reihe der
Wissenschaftler und aufgeklärter, gebildeter Laien wäre es
damals in den Sinn gekommen, der unverständlichen
Bildersprache des Traumes mit ihrem krassen Kunterbunt,
ernsthaft Bedeutung beizumessen? Mitleidigen Lächelns
überließ man die angebliche Entschleierung dieses Wirrwarrs
Okkultisten und sonstigen Phantasten. Jeder, der auf den
gesunden Menschenverstand schwur, fand es unter seiner
Würde, sich mit solchen Abfallprodukten eines kontrollos
arbeitenden Gehirnes zu beschäftigen. ‚Träume sind Schäume’,
hieß die Losung einer Zeit, die die menschliche Seele aus den
Hörsälen verwiesen hatte.
Mochte immerhin der allmächtige Zufall hartnäckig schwer
zu leugnende Zusammenhänge zwischen Traum und Tag-
Erleben aufzeigen, man achtete nicht darauf, wollte es einfach
nicht wahrhaben.
So ist es als wahrhaft kopernikanische Tat zu werten, daß der
1856 geborene Arzt Sigmund Freud den Mut aufbrachte,
entgegen der Meinung seiner Zeit, sich eingehendst mit dem
Traum und dessen Symbolik zu beschäftigen und die
Erfahrungen hieraus in seiner Praxis therapeutisch auszuwerten.
Damit war die Vormachtstellung des Wachbewußtseins
gebrochen. Erstmalig rückte das Unterbewußtsein in das
Blickfeld exakt-wissenschaftlicher Betrachtung, und der Traum
war der sicherste und nächste Weg zu diesen bisher kaum
betretenen Gefilden.
Freud erkannte den Traumzustand sehr richtig als Mittler
zwischen Wachdenken und Unbewußtem.
Leider kann dem Begründer der Psychoanalyse der Vorwurf
der Einseitigkeit nicht erspart bleiben. Das von ihm geschaffene
System wurzelt zu sehr im Nur-Sexuellen. Für ihn spricht aus
jedem Traum sinnliches Verlangen, sprachen heimliche, zumeist
nicht eingestandene oder gewaltsam verdrängte Wünsche
unserer Triebnatur.
Mit dieser Auffassung geriet er in Gegensatz zu seinem
vierzehn Jahre jüngeren Zeitgenossen und Schüler Alfred
Adler, dem Schöpfer der Individualpsychologie.
Huldigte Freud einem Pan-Sexualismus, sind es für Adler
Gegensätze zwischen dem Lust- und dem Realitätsprinzip,
zwischen der Libido und der Anpassung an Gesetz, Moral usw.,
- so führt letzterer alles auf den Gegensatz zwischen Wollen und
Können zurück; der Wille zur Macht einzig und allein ist es, das
Streben sich durchzusetzen.
Für Adler bedeutet also das Traumgeschehen die mehr oder
minder geglückte Erfüllung der Absichten des im Alltag
geduckten Machtbewußtseins. In jedem Falle ist das
Machtverlangen das Primäre, selbst dort, wo scheinbar
zweifelsfrei sexuelle Motive zutage treten; da ja für Adler auch
die gegenseitige Anziehung der Geschlechter ein Kämpfen, ein
Ringen ist um die Vormachtstellung. Sexuelle Potenz ist für ihn
ein Machtfaktor. In der Hauptsache jedoch hält er den Traum für
ein krankhaftes Produkt.
Bestimmt liegt einer großen Zahl von Neurosen, besonders in
jüngeren Jahren, nichterfülltes Geltungsstreben zugrunde. Der
richtig analysierte Traum vermag ohne weiteres die
krankmachenden Ursachen verborgener Seelentiefen
aufzuhellen; denn oft schildert er Situationen, die wir nicht
wahrhaben wollen. Nicht zu Unrecht spricht man von ihm als
einem Reinigungsprozeß der Seele. –
Wie sich nun Adlers Theorie in zahlreichen Fällen
bewahrheitet, bewährt sich auch Freuds Behauptung von der
Allmacht des Sexus, der Libido, bei vielen Individuen,
insonderheit bei niederen, trieb verhafteten Naturen. In den
ersten Jahren der Psychoanalyse mag dies sogar noch stärker
seinen Ausdruck gefunden haben. Die Menschen lebten in jenen
Tagen vor den beiden Weltbränden unbeschwerter, bar
drückender materieller Lasten. Der Großteil der Begüterten
damals neigte zu Wohlleben, Genußsucht und Verweichlichung.
Bezeichnend spricht man heute von der sogenannten
„Plüschkultur“ jener Zeitepoche, die zugleich ein Übermaß an
Muckertum, Scheinheiligkeit und Heuchelei hinter ihrer
untadelig scheinenden Moralfassade barg.
Mögen immerhin - besonders für den Durchschnittsmenschen
- Gier nach Befriedigung des Triebsinnlichen und der Wunsch
nach Erlangung von Einfluß und Macht eine das Traumleben
ständig speisende Quelle sein und ungezählte Nachtgesichte auf
dieser Basis ihre Enträtselung finden - zu vieles bleibt noch,
dem die beiden vorgenannten Motive nicht unterschoben werden
können, obgleich jene Schulen oft versuchen, auch diese
Traumkategorien in das Prokrustesbett ihrer Deutungsregeln zu
zwängen.
Dies Fehlende erkannte vor allem der Schweizer Arzt C.G.
Jung. Für ihn ist der Traum die Selbstdarstellung der aktiven
Lage des Unterbewußten in symbolhafter Form; und dieses
Unbewußte ist ihm nicht mehr nur Rumpelkammer, die Kloake
Freud’scher Schule, ihm ist es der Quellgrund, dem die Urbilder
entsteigen, die schöpferischen Kräfte eines großen „Innen“.
Während Freud und Adler nur von einem persönlichen
Unterbewußtsein sprachen, aus dessen Inhalt sich Träume
formen, prägte Jung bekanntlich den erweiternden Begriff vom
„Kollektiven Unbewussten“, auf ein Substrat, auf eine
Seelenschicht weisend, an der wir alle - über Rassen-, Kultur-
und Bewußtseinsunterschiede hinaus - gemeinsam Anteil haben.
Es handelt sich, mit Jungs Worten, „rein psychologisch
genommen - um gemeinsame Instinkte des Vorstellens und des
Handelns“. Dieses kollektive Unbewußte, mit seinen in ihm
ruhenden Urbildern, den oft zitierten Archetypen, seinen
Bewußtseinsinhalten an Menschheitserfahrung, den urtümlichen
Instinkt der Volks- und Familienseele usw. gestattet Jung und
seiner Schule schier unbegrenzte Möglichkeiten der
Traumauswertung.
Keineswegs jedoch leugnen sie die Verdrängungstheorie
ihrer Vorläufer. Ja, sie gehen sogar darüber hinaus. Nicht nur
Schlechtes, sagen sie, auch ungelebte Werte sinken hinab ins
Unbewußte. Nicht zu vergessen ferner die Bedürfnisse religiöser
Natur, wurzelnd im Urtrieb, vom modernen Menschen leider
vielfach verdrängt.
Obzwar Jung striktens sich verwahrte, sein System mit
Metaphysik in Beziehung zu setzen, schlug er ungewollt doch
die Brücke, die zwangsläufig dahin führt. Spricht nicht der
moderne Tiefenpsychologe Jungscher Prägung von einem
„Urwissen der Welt“, das durch die Erfahrungen jeder neu
hinzukommenden Generation an Bereicherung erfährt?
Von diesem großen Unbewußten besitzen wir alle einen Teil.
Wir schöpfen einfach aus dem gigantischen seelischen
Reservoir, vermöge jenes in uns wesenden kollektiven
Unbewußten.
Der Gedanke klingt nicht neu. Längst hat er in esoterischen
Lehren seinen Ausdruck gefunden. Denken wir nur an die
Gruppenseele. Auch diese sammelt und verwertet die Eindrücke
unzähliger Generationen und übermittelt dies Erfahrungsgut
ihrerseits wieder als das, was wir gemeinhin Instinkt nennen,
wie ich in meinem Buch über die Tierseele näher dargelegt
habe.
Als Parallele dazu kann bis zu einem gewissen Grade die
Akasha-Chronik der Theosophen, das „Gedächtnis des Logos“
angesprochen werden.
In ähnlichem Sinne der Paläontologe Prof. Dr. Edgar
Dacqué: „Wenn wir die Wege erkennen wollen, auf denen
mythisch schauende und wissende Menschen in die innere
Natursphäre eindrangen, die unserem Wachbewußtsein und
Intellekt so völlig unzugänglich ist, so müssen wir uns vor allem
über den letzten Rest dieser inneren Schau und dieses inneren
Gesichtes, das wir bei uns selbst noch finden, klar werden: das
ist der Traum und das Hellgesicht. Die Träume - das muß
festgehalten werden - kommen aus dem Unbewußten, sie
kommen aus dem Unterseelischen; sie sind nicht einfach
Erinnerungen und Kombinationen aus den Erlebnissen des
Tages, sind nicht nur von Leibreizungen verursacht, wenn sich
auch natürlich solche Träume, die eben mehr oberflächlicher Art
sind, stets einstellen.
Solche Tagesreste geben nur das Bildmaterial zu echtem tiefen,
aus dem Unterseelischen kommenden Wissen, und der
träumende Geist ... knüpft daran, jene tieferen Einblicke, die er
aus dem Unbewußten erhält, und die nun in dem reflektierten
Bewußtsein eben als Bilder und Bildkombinationen erscheinen
...“
Sonntag, 16. Dezember 2007
Traumsymbole
Traumsymbole, verschieden gedeutet in verschiedenen
Schulen
„Träume sind Schäume“ betitelte P. Philipp Schmidt, J.P. in
einem vor Jahren weitverbreiteten Pamphlet seine Angriffe
gegen die Auswertung der Träume. In einer Zeit, die sich die
Entdeckungen Freuds, Adlers, Jungs u.a. längst zunutze gemacht
hat, überraschte Schmidt mit diesem längst überholten,
grundfalschen Slogan. Kein Vernünftiger wird ihm beipflichten,
wenn er zu behaupten wagt: „Jeder weiß, welch’ verworrenes
und ungereimtes, ja welch ‚tolles Zeug’ geträumt wird ...“
Wirr, ungereimt, toll für den Unkundigen, nicht für den
geschulten Therapeuten, dem sich daraus tiefste Einblicke in das
Seelenleben eröffnen. Traumas, Verdrängungen, Komplexe
geben sich in Bildern kund, Traumsymbole weisen nicht selten
den Weg zur Gesundung. Undenkbar eine moderne
Psychotherapie ohne Traumanalyse. Kein Wort davon bei P.
Philipp Schmidt, der bloß die Frage aufwirft: „Wie soll aus
diesem verworrenen Inhalt die Zukunft gedeutet werden?“
Nun um Zukunftsschau geht es ja nicht in erster Linie, sondern
zumeist um Innenschau auf tiefenpsychologischer Basis. Was
freilich nicht ausschließt, daß der Traum noch andere Gesichter
vermittelt, auch solche prophetischen Charakters. Doch davon
später. Vorerst sei gezeigt, wie grundverschieden die drei
großen Schulen die Traumsymbolik beurteilen.
Einem jungen Mann träumte, er liegt mit seiner Mutter im
Bette. Plötzlich wurde die Mutter immer größer, wuchs ins
Riesenhafte und nahm schließlich allen Raum ein, bis der Mann
zuletzt, völlig verdrängt, aus dem Bette fiel.
Nach Freud: Einwandfreier Ödipus-Komplex. Daß der
urgeheime Wunsch, das Verruchte nicht Tat wurde, dafür sorgte
der „innere Zensor“; denn selbst im Unterbewußten, selbst im
Traume ist, nach Freud, unseren unerlaubten Regungen eine
Grenze gezogen, analog unserem Gewissen, was später ein
anderer Traumforscher, der Arzt Dr. Wilhelm Stekel, ebenfalls
deutlich aussprach, dem der Traum, „der Strom der Seele ist, der
durch das Filter des Gewissens aus unerforschter Tiefe in die
Höhe steigt.“
Die Auswertung der Schule Adlers? - Von einem
widernatürlichen Trieb keine Spur. Machtstreben, Machtkampf
einzig und allein liegt diesem Traum zugrunde. Was insofern
stimmt, da - wie es sich herausstellte - die Mutter eine äußerst
energische Frau war, die die Alleinherrschaft im Hause führte
und keinen anderen Willen neben sich duldete.
Obzwar das System Adlers einen realen Kern aus dem Traum
herauszuschälen wußte, gibt sich die Methode Jungs damit nicht
zufrieden.
Nicht die Traumgestalt der leiblichen Mutter ist es, die den
Träumenden quält, - der Archetypus, das Urbild des
Mütterlichen an sich entstieg symbolhaft unterbewußten
Gründen. Das Mutterhafte in der eigenen Seele! Das
Muttergebundene des Mannes, der in den Tiefen seines
Unbewußten ein der Mutter bedürftiges Kind geblieben ist. -
Das Mutterhafte ist das treibende Moment in ihm, das ihn
vollkommen beherrscht, dessen er sich nicht erwehren kann.
Das Urhaft-Mütterliche ist in seinem Seelenraum zu groß
geworden und versucht ihn vollends zu verdrängen.
Dieser auf den ersten Blick scheinbar sexuell betonte Traum
symbolisiert in seiner letzten Folgerung demnach die
Muttergebundenheit des Träumers. Tatsächlich stand der an
einer schweren Neurose Erkrankte völlig unter dem Einfluß
seiner willensstarken Mutter. Ohne eigene Initiative,
unselbständig wie ein Kind, ließ er sich von ihr leiten, ließ sich
hegen und pflegen.
Dieser Traumvorgang hätte sich auch in einem anderen Bilde
offenbaren können, etwa dem einer immer größer werdenden
Spinne. Sie stellt in der Ursymbolik das Mütterliche dar, das
Eingesponnen-sein in das mütterliche Seelennetz.
Mannigfaltig ist die Sphinxnatur des Traumes, mannigfaltig
daher die Deutungsmöglichkeiten.
Seine Problematik ist kaum auszuschöpfen. Weder
individuelles Unterbewußtsein noch das kollektive Unbewußte
vermögen die letzten Rätsel des Traumgeheimnisses zu lösen.
So manches Traumbild heischt eine metaphysische Lösung, die
ihm aber die rationale Traumforschung versagen muß, will sie
ihr derzeitiges Lehrgebäude nicht erschüttern.
Unvoreingenommene Forscher setzten sich erfreulicherweise
über bestehende Vorurteile hinweg. Kühn stießen sie ins
Transzendentale vor. Ist für Freud der Traum die „via regia, die
königliche Straße zum Unbewussten“, so ist für den
hannoverianischen Nervenarzt Dr. Georg Lomer - der sich
aufgrund eigener Erlebnisse vom Materialisten zum Okkultisten
durchgerungen - der Traum „das erste Tor ins Jenseits“.
Mit dieser Erkenntnis befindet sich der exakte Mediziner völlig
im Einklang mit der esoterischen Forschung und bestätigt die
Ansicht C.W. Leadbeaters: „Was zuerst nur Traum erscheint,
kann das Portal sein, welches den Zutritt zu jenem höheren
Reich gestattet, wo allein wahre Vision möglich ist,“
Luzide Träume 7
Ein Modell der Wirklichkeit
Es gibt ein interessantes Realitaets-Modell, welches zur Einordnung der
Traumwelten besonders gut geeignet ist: das Modell von Castaneda bzw. seinem
Lehrer Don Juan. Das will ich hier kurz vorstellen, ausfuehrlich nachzulesen
ist es in [3,5,6]. Folgendes sei daraus zitiert:
Don Juan ueber Wahrnehmung
1. Das Universum ist eine unendliche Ansammlung von Energiefeldern, die duennen
Lichtfasern gleichen
2. Auch die Menschen bestehen aus einer unendlichen Zahl von faserfoermigen
Energiefeldern. Diese Emanationen bilden ein abgeschlossenes
Agglomerat, das sich als Lichtkugel von der jeweiligen Koerpergroesse einer
Person darbietet: wie ein grosses leuchtendes Ei, mit seitwaerts gestreckten
Armen
3. Nur ein sehr kleines Spektrum von Energiefeldern im Innern dieser leuchtenden
Kugel wird erhellt, und zwar von einem intensiv leuchtenden Punkt, der sich an
der Oberflaeche der Kugel befindet
4. Wahrnehmung findet statt, sobald die Energiefelder dieses kleinen,
unmittelbar an den leuchtenden Punkt angrenzenden Spektrums ihr Licht aussenden,
um identische Energiefelder ausserhalb der Kugel zu erhellen. Weil nur jene
Energiefelder wahrnehmbar sind, die durch den leuchtenden Punkt erhellt werden,
bezeichnet man diesen Punkt als 'Punkt, wo die Wahrnehmung montiert wird', oder
kurz als *Montagepunkt*
5. Der Montagepunkt kann aus seiner gewohnten Position an der Oberflaeche der
leuchtenden Kugel in eine andere Position an der Oberflaeche oder im Innern der
Kugel verschoben werden. Weil das Leuchten des Montagepunktes alle
Energiefelder, die es beruehrt, erhellen kann, wird der Montagepunkt, sobald er
sich in eine neue Position bewegt, sofort neue Energiefelder erhellen und mithin
wahrnehmbar machen. Diese Wahrnehmung bezeichnet mal als *Sehen*
6. Sobald der Montagepunkt sich verschiebt, ermoeglicht er die Wahrnehmung einer
ganz anderen Welt, die ebenso faktisch und objektiv ist wie die Welt, die wir
normalerweise wahrnehmen. Der Zauberer kann in jene andere Welt gehen, um sich
dort Energie und Loesungen fuer allgemeine und besondere Fragen zu holen -
oder um das Unvorstellbare zu schauen
7. Die Zauberer streben nach dem Ziel, einen Zustand absoluter Bewusstheit zu
erreichen, um alle Moeglichkeiten der Wahrnehmung zu erfahren, die uns Menschen
offenstehen. Zu diesem Bewusstseinszustand gehoert sogar eine andere Art zu
sterben.
Auch gewisse praktische Kenntnisse gehoerten zu der Lehre ueber die Beherrschung
des Bewusstseins. So lehrte Don Juan mich die notwendigen Methoden, um den
Montagepunkt zu bewegen. Zu diesem Zweck hatten die Zauberer alter Zeiten zwei
grosse methodische Systeme ersonnen: das *Traeumen*, naemlich die Kontrolle und
praktische Nutzung der Traeume; sowie das *Pirschen*, naemlich die Kontrolle des
Verhaltens [in der Alltagswelt]
[das war jetzt mal ganz grob die Erklaerung der Wahrnehmung. Jetzt zu den
Traeumen, praegt Euch dazu Punkt 4 bis 6 genau ein]
Don Juan und das Traeumen
Eine grosse Entdeckung der alten Zauberer war, dass der Montagepunkt [Mp] sich
im Schlaf sehr leicht verschiebt. Dies fuehrte sie zu einer weiteren Erkenntnis:
dass die Traeume durchaus etwas mit dieser Verschiebung zu tun haben. Die alten
Zaeuberer *sahen*: je groesser die Verschiebung, desto ungewoehnlicher der Traum
- und umgekehrt. Deshalb ersannen sie raffinierte Techniken, um eine
Verschiebung des Montagepunktes zu erzwingen. So nahmen sie etwa Pflanzen ein,
die veraenderte Bewusstseinszustaende hervorrufen koennen; sie setzten sich
Zustaenden wie Hunger, Erschoepfung oder Stress aus; und sie suchten vor allem
ihre Traeume zu kontrollieren. Auf diese Weise, und vielleicht ganz
unwissentlich, begruendeten sie die Kunst des Traeumens. [..]
Die Zauberer betrachten das *Traeumen* als eine hochentwickelte Kunst. Naemlich
die Kunst, den Mp absichtlich aus seiner ueblichen Position zu verschieben, um
den Bereich dessen zu steigern und zu erweitern, was der Mensch wahrnehmen kann.
Die alten Zauberer gruendeten diese Kunst auf fuenf Bedingungen, die sie im
Energiefluss menschlicher Wesen *sahen*.
Sie *sahen* erstens, dass nur jene Energiefasern, die direkt durch den Mp
hindurchgehen, zu kohaerenten Wahrnehmungen zusammengesetzt werden koennen.
Sie *sahen* zweitens, dass - wenn der Mp in eine andere Position verschoben
wird, und sei die Verschiebung noch so gering - andere und ungekannte
Energiefasern durch ihn hindurchgehen, die das Bewusstsein aktivieren; dadurch
kommt es zu einer Zusammensetzung dieser ungekannten Energiefelder zu einer
klaren, kohaerenten Wahrnehmung.
Sie *sahen* drittens, dass der Mp - bei gewoehnlichen Traeumen - sich leicht von
selbst in eine andere Position an der Oberflaeche oder im Innern der leuchtenden
Eigestalt verschiebt.
Sie *sahen* viertens, dass der Mp veranlasst werden kann, sich in Positionen
ausserhalb der leuchtenden Eigestalt zu bewegen: in die Energiefasern des
gesamten Universums.
Und die *sahen* fuenftens, dass es durch Disziplin moeglich ist, im Schlaf, bei
gewoehlichen Traeumen, eine systematische Verschiebung des Montagepunktes zu
erreichen und einzuueben [!!!]
Luzide Träume 6
Gefahren luzider Traeume
Je klarer die luziden Traeume werden und je laenger die Phasen dauern, desto
schwerer kann es werden, zwischen Traum und Alltagswelt zu unterscheiden. Man
sollte schon einigermassen fest in der Alltagswelt stehen, sonst koennte man
den Boden unter den Fuessen verlieren (was frueher oder spaeter aber
wahrscheinlich sowieso passiert :-)
Man kann sich in die Erforschung der Traumwelten ziemlich reinsteigern, also
Vorsicht. Wer sich oefters in diesen Welten aufhaelt, sollte sich auf alle
Faelle mal zu Gemuete fuehren.
Luzide Träume 5
Verlängern der luziden Phasen
Hier ist zu unterscheiden zwischen Techniken, die man waehrend eines LT's
einsetzt, um ein Rausfliegen zu verhindern, und Techniken, um im
Alltagszustand genuegend Energie fuer luzide Traeume sammeln zu koennen.
a) Techniken im luziden Zustand:
Man kann versuchen, bewusst Einfluss nehmen auf die Helligkeit im Traum. Grob
gesagt, je heller, desto laenger dauern dann die luziden Phasen, habe ich
festgestellt (natuerlich nur, wenn man die Regeln einhaelt, um nicht
vorzeitig rauszufliegen).
Wenn man merkt, dass sich die Traumwelt aufloest, kann man sich auch schnell
mit geschlossenen Augen um die eigene Achse drehen, mit etwas Glueck landet
man in einer neuen luziden Welt. Hat sich bei mir allerdings nicht gut
bewaehrt, ich fliege meistens trotzdem raus.
Wenn man direkt nach einer luziden Phase aufwacht, sollte man sich bewusst
sein, dass man moeglicherweise noch nicht in der Alltagswelt aufgewacht ist!
Dieser Effekt kann sogar mehrfach auftreten. Man sollte in einer solchen
Situation einen Realitaets-Test machen, was nicht ganz einfach ist, denn das
Aufwachen wirkt gewoehnlich *sehr* real, oft ist auch die Welt ueberhaupt
nicht verschwommen. Ein bisher immer gueltiges Kriterium, das ich fand,
ist das Gefuehl beim Aufstehen. Schwer zu beschreiben, aber das Koerpergefuehl
ist einfach anders. Ansonsten faellt mir nur noch die Kontinuitaet der Zeit
ein: je laenger die kontinuierliche Ereigniskette ist, an die man sich seit
dem Aufstehen erinnern kann, desto wahrscheinlicher ist man in der
Alltagswelt. Man sieht, luzide Traeume koennen ziemlich verwirrend und
gefaehrlich werden, wenn man nicht mehr zwischen Alltagswelt und LT's
unterscheiden kann !
Nachtrag: vor kurzem habe ich noch einen anderen Realitaets-Test ausprobiert,
der relativ sicher zu sein scheint: man haelt sich die Nase zu und atmet ein
(bei geschlossenem Mund). Wenn es keine Schwierigkeiten beim Atmen gibt, ist
man im Traumkoerper. Vorteil dieser Technik: man braucht dazu keine grosse
Konzentration, sie ist schnell und simpel auszufuehren, und funktioniert auch,
wenn man in voelliger Dunkelheit 'aufwacht'.
b) Verhaltensweisen in der Alltagswelt:
man kann durch obige Techniken luzide Phasen nur bis zu einem gewissen Grad
verlaengern, denn irgendwann ist die Traumenergie einfach erschoepft. Die
Frage ist, durch welche Verhaltensweisen in der Alltagswelt kann man
Traumenergie ansammeln und welche Handlungen brauchen Traumenergie auf ?
Dieses Gebiet ist noch ziemlich unerforscht, und jeder von euch ist
aufgefordert, eigene Experimente zu unternehmen. Ein guter Einstiegspunkt
sind sicher Carlos Castanedas Buecher (besonders [2]). Die Anweisungen, die er
von Don Juan erhaelt, zielen groesstenteils darauf ab, Energie zum Traeumen
freizusetzen, die gewoehnlich an andere Dinge gebunden ist (zb das Klammern
an materielle oder soziale Werte). Die diesbezueglich wichtigste Technik, die
er beschreibt, ist die Rekapitulation des Lebens [3]. Ziel dabei ist es,
saemtliche Energie, die man in frueheren Erlebnissen zurueckgelassen hat,
wieder einzusammeln. Dadurch werden die Erlebnisse sozusagen emotions-neutral
gemacht. In letzter Konsequenz fuehrt diese Technik zur Aufloesung der
Vergangenheit, die Erinnerungen werden sozusagen freigegeben, und das Ego
wird kleiner bzw. verschwindet ganz. Das kann auch ziemlich furchterregend
sein...
Luzide Träume 4
Stabilisieren der luziden Welt
Ist man in der Traumwelt luzid geworden, sollte man ein paar Regeln einhalten,
um nicht gleich wieder rauszufliegen (also aufzuwachen oder in einen
nicht-luziden Traum abgleiten).
1. Emotional weitgehend unbeteiligt bleiben !
Das geht los beim luzid werden: gerade
Anfaenger freuen sich gewoehnlich sehr darueber und werden sehr aufgeregt
(toll, ich bin luzid !) und fliegen deshalb recht schnell wieder raus. Im Lauf
der Zeit sollten luzide Traeume zu etwas 'Normalem' werden, man sollte also
waehrend dem Zustand nicht davon beeindruckt sein. Hat man den ersten
Augenblick ueberstanden, kommen die naechsten Huerden: saemtliche
menschlichen Triebe haben im luziden Zustand eine groessere Macht ueber uns
als in der Alltagswelt, weil die sozialen Filter wegfallen. Es ist deshalb
nicht leicht, sinnvolle Aktionen durchzufuehren, man wird schnell abgelenkt.
Der Traumkoerper muss erstmal etwas diszipliniert werden, er darf sich
nicht einfach wie ein Blatt im Wind bewegen, sondern sollte unserem Willen
gehorchen. Das erfordert viel Uebung. Hilfreich ist, wenn man sich schon
vorher ueberlegt hat, was genau man im naechsten luziden Zustand machen
will. Manchmal (bei weitem nicht immer) erinnert man sich dann daran und
kann halbwegs nach einem Plan vorgehen. Wer Probleme hat, sich im Traum an
die Ziele, die man sich im Wachzustand gesetzt hat, zu erinneren, kann sich
ein Sigill auf seine Hand malen (mit dem Inhalt der geplanten Aktionen) und
es dann in sein Unbewusstes versenken. Der Traumkoerper wird das Sigill auf
seiner Hand sehen und es ohne Probleme verstehen, sprich in die gewuenschten
Handlungen umsetzen.
Faustregel: starke emotionale Beteiligung kostet viel Traumenergie und
fuehrt fast immer zu einem vorzeitigen schnellen Ende der luziden Phase.
Ganz deutlich merkt man das bei sexuellen Aktivitaeten in einem LT. Solchen
Dingen also moeglichst aus dem Weg gehen, auch wenn's schwerfaellt :-)
2. Nichts laengere Zeit fixieren !
Die meisten Traumwelten haben die Angewohnheit, fluechtiger als die
Alltagswelt zu sein. Man hat oft das Gefuehl, nicht richtig sehen zu
koennen, weil es verschwommen oder dunkel ist. Das bedeutet, die Wahrnehmung
ist nicht voll auf diese Welt eingestellt. Jetzt darf man einen Fehler nicht
machen: einen Gegenstand der Umgebung fuer laengere Zeit fixieren, um ihn
scharf gestellt zu bekommen. Man fliegt naemlich dann gewoehnlich raus aus
dem Traum, die Welt loest sich auf. Um seine Umgebung zu erkunden, sollte
man besser die Technik des Anhaltepunktes verwenden: man sucht sich einen
Gegenstand der Umgebung als Ausgangspunkt aus, zu dem man regelmaessig
wieder zurueckkehrt zwischen dem Betrachten anderer Gegenstaende. Jeder
Gegenstand wird nur fluechtig angeschaut ! Damit kann man die Welt
einigermassen stabilisieren. Die eigenen Haende sind zum Beispiel gut
geeignet als Ausgangspunkt, weil man die meistens bei sich hat :-)
Oft hilft es auch, einfach mal loszulaufen, dann aendert sich naemlich auch
die Umgebung, und die Gefahr des Fixierens ist geringer. Das ist meine
bevorzugte Methode, um mich in der luziden Welt zu halten.
Eine weitere Moeglichkeit ist es, irgendwelche Gegenstaende kurz (!) zu
beruehren, das ergibt auch einen engeren Kontakt zur Traumwelt und somit
eine Stabilisierung.
Luzide Träume 3
Ausloesen luzider Traeume
Es gibt diesbezueglich unzaehlige Techniken (siehe [4]), aber meiner Erfahrung
nach sind nur drei Dinge wirklich notwendig, um luzide Traeume zu haben:
1. Gute Traumerinnerung. Obwohl das vordergruendig nicht direkt mit luziden
Traeumen zu tun hat, ist es eine notwendige Voraussetzung fuer luzide Traeume,
wie jeder Praktiker bestaetigen wird.
Zu diesem Zweck fuehrt man am besten ein Traumtagebuch, wo man morgens recht
bald nach dem Aufwachen (die Erinnerung geht sonst sehr schnell verloren)
Stichworte aller Traeume, an die man sich erinnert, eintraegt. Nicht
verzweifeln, wenn man sich mal an nichts erinnert. Wenn man taeglich seine
Eintragungen macht, steigert sich das Erinnerungsvermoegen erstaunlich
schnell.
2. Ernstnehmen der Traeume. Das bedeutet, sich wirklich regelmaessig mit ihnen
auseinanderzusetzen und Traeume als eigenstaendige Welt anzuerkennen. Durch
das Fuehren eines Tagebuches wird auch dieser Punkt erfuellt. Wenn man
Punkt 1 dann einmal einigermassen geschafft hat, genuegt es auch, nur noch
die luziden oder sonstige aussergewoehnliche Phasen zu notieren, *wenn* man
sich weiterhin staendig in irgendeiner Form mit den Traumwelten
auseinandersetzt.
3. Ausreichend Schlaf ! Das sagt jedenfalls meine Erfahrung. Fast alle meine
luziden Phasen traten morgens auf, nachdem ich schon mindestens 7 Stunden
geschlafen hatte. Je laenger, um so besser und um so wahrscheinlicher eine
luzidePhase. Waehrend den echten Erholungsphasen, wo der Koerper den Schlaf
braucht, ist an luzide Traeume kaum zu denken. Erst wenn das Bewusstsein
(oder wer auch immer) in die Uebergangs-Phase zwischen Wachsein und Schlafen
eintritt, wird es interessant. Man kann sich auch mittags oder nachmittags
fuer 2 Stunden hinlegen, da ist es manchmal moeglich, direkt in einen LT
einzutauchen. Die Traum-Qualitaet ist dann aber meistens etwas chaotischer
als bei LT's, die am Ende der Nachtruhe auftreten.
Sind diese drei Dinge erfuellt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich
luzide Phasen einstellen. Es gibt natuerlich auch Techniken, um LT's jederzeit
aus dem Wachzustand heraus auszuloesen, aber ich habe noch keine praktische
Erfahrung damit, deswegen darueber nichts...
Also gut, die drei Punkte sind erfuellt, wie loese ich jetzt konkret LT's aus?
Gewoehnlich gar nicht ! Sie kommen normalerweise einfach so, ohne konkreten
Grund. Mitten in einem gewoehnlichen Traum weiss man auf einmal, dass man
traeumt und wird luzid. Ganz selten ist es ein merkwuerdiges Ereignis im
Traum, das einen 'aufweckt'. Im Traum erscheinen solche 'merkwuerdigen
Ereignisse' naemlich dummerweise als durchaus normal, da das Gehirn oder was
auch immer einfach anders arbeitet, ein anderes Denken herrscht vor. Deshalb
halte ich nicht viel davon, sich im Wachzustand jede Stunde zu fragen, ob man
traeumt, in der Hoffnung, dass der Traumkoerper das dann auch macht und luzid
wird (das ist eine der Techniken, um LT's auszuloesen).
Es gibt allerdings eine Situation, in der man LT's relativ leicht bewusst
ausloesen kann: wenn man morgens im Borderland-Zustand aufwacht, kann man oft
einen luziden Traum bewusst ausloesen, denn da ist das Koerpergefuehl noch weg
und ein Austritt faellt relativ leicht. Bisher habe ich zwei Moeglichkeiten
erfolgreich ausprobiert, um das vom Borderland aus zu schaffen (man sollte das
recht schnell nach dem Aufwachen versuchen, und den physischen Koerper dabei
nicht bewegen, dann hat man groessere Erfolgsaussichten !) :
a) Rausdrehen des Traumkoerpers:
man dreht in Gedanken seinen Traumkoerper aus dem physischen Koerper, der
total ruhig bleiben muss, raus, laesst ihn zB aus dem Bett springen. Das
hoert sich sehr abstrakt an, aber in der konkreten Situation hat man oft
ein sehr deutliches Koerpergefuehl des Traumkoerpers, und oft ist durch
Hin-und-Herbewegen ein Austritt (also Abtrennung vom physischen Koerper)
moeglich. Seitliches Rausdrehen funktioniert bei mir am besten. Meistens
landet man dann irgendwo auf dem Boden seines Zimmers. Oft ist die Sicht
anfangs sehr schlecht, man sollte dann so schnell wie moeglich versuchen,
ins Freie zu gelangen (Tip: Rollaeden sind in diesem Zustand durchlaessig),
warum genau ist mir auch nicht klar, aber es hilft einfach. Das Duemmste
ist, aufs eigene Bett zu starren, denn normalerweise liegt niemand drin,
sprich man hat sich in eine andere Welt katapultiert. Das fuehrt zu
ziemlicher Verwirrung, und man bekommt Probleme, sich in der neuen Welt zu
halten. Solange ich in der Naehe meines Ausgangspunkts (meines Zimmers)
war, habe ich auch oft einen starken Sog gespuert, der mich quasi ins Bett
zurueckziehen wollte. Also: so schnell wie moeglich raus aus dem Zimmer,
wenn man diese Technik anwendet. Bei der folgenden Technik ist das egal...
b) Imaginieren:
Augen zu und eine bekannte Szenerie (am besten draussen vor dem eigenen Haus)
so deutlich wie moeglich imaginieren. Das Reinspringen geschieht dann fast
von selbst. Man findet sich auf einmal samt Traumkoerper genau in der Szene
wieder und kann von dort starten. Einfach ausprobieren und den *Koerper*
die Technik lernen lassen, es gibt dabei nicht viel zu verstehen.
Fuer beide Techniken ist es notwendig, schon ein gewisses Gefuehl fuer die
Bewegungen des Traumkoerpers zu haben. Einfach mal im Borderland-Zustand
experimentieren, ist gar nicht so schwer. Man muss sich nur daran gewoehnen,
den Traumkoerper durch Gedankenkraft zu bewegen.